Historischer Rückblick

 

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Die erste urkundliche Erwähnung für den nördlich der Elbe liegenden Ort Lenzen stammt aus dem Jahre 929. Doch erst in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand die deutsche Siedlung.

1239 bekam Lenzen das Stadtrecht verliehen. Die Burg wurde in slawischer Zeit gegründet und unter askanischer Herrschaft stark befestigt. Die Kirche stellte im Mittelalter das östliche Ende des Ortes dar.

Die Siedlung dehnte sich als ovale Zweistraßenanlage nach Westen aus und besaß einen zentralen rechteckigen Markt. Die ganze Anlage maß etwa 380 x 330 m. Im Mittelalter hatte Lenzen im Süden und Westen durch die Löcknitz mit ihren Sümpfen einen natürlichen Schutz, im Norden durch den sumpfartigen Trebensee, der aus dem Rudower See gespeist wurde.

Im Osten war die Stadt durch den Stadtgraben und die Flut gesichert.

Zu den zwei Stadttoren kam im 14. Jahrhundert mit der Erweiterung um die Nordstadt ein drittes Stadttor hinzu. Ab diesem Zeitpunkt war der Ort vollständig von einer Stadtmauer umgeben.

Die Stadtmauer war drei bis vier Meter hoch und ca. 1,20 m breit.

Sie hatte eine Länge von rund 2500 Fuß, das entspricht etwa 785 m. Das Seetor war im dreißigjährigen Krieg von den Schweden gesprengt worden. Im 18. Jahrhundert verfielen Stadttore und Stadtmauer zunehmend und wurden abgetragen.

Von der Stadtbefestigung sind heute nur noch der "Stumpfe Turm" und ein Rest des in die Stadtmauer integrierten Scharfrichterturmes erhalten.

Lenzen wurde während der verschiedenen Kriege stark zerstört; auch Brände, Überschwemmungen nach Deichbrüchen und Sturmkatastrophen haben den Ort immer wieder verwüstet.

Durch seine unmittelbare Nähe zur Elbe als natürliche Grenze behielt Lenzen jedoch über viele Epochen hinweg seine zentrale Bedeutung in der Region.

 

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