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..: Stadtlexikon :.. |
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St.-Katharinen-Kirche
Die Anfänge des jetzigen Kirchenbaus gehen auf das 14.
Jh. zurück. Aus dieser Zeit stammen Teile des in Ost-West-
Richtung gebauten Langhauses mit seinen kreuzförmigen
Pfeilern und die zweiteiligen schlanken Fenster der Nordmauer.
Später wurden der Altarraum und die Nord- und
Südportale angebaut, wodurch die Kreuzform der Kirche
entstand. 
Zu den ältesten und wertvollsten Kunstdenkmälern der
Innenausstattung gehören das Taufbecken aus dem Jahre
1486, ein 30-armiger Kronleuchter im Renaissancestil aus
dem Jahre 1656 sowie die 1759 von Gottlieb Scholtze
umgebaute Orgel mit Pfeifenreihen von Hans Scherer und
Arp Schnittger. Eine hervorragende Bildhauer-Arbeit ist der
Grabstein der Anna Götzen als Sandstein-
Hochrelief.
Verheerende Feuersbrünste der Jahre 1646 und 1703
verschonten auch die Kirche nicht. Danach hat der Kirchturm
nicht nur seine Spitze, sondern nachdem er 1751
eingefallen war und 1756 der Rest abgebrochen wurde,
auch ¼ seiner Höhe eingebüßt. Der 1775 fertig gestellte
Südgiebel fiel nach 2 Tagen wieder ein und ein 5-stöckiges
Gerüst zum Bau der Kuppel wurde vom Sturm umgeworfen
und zerschlug das gesamte Kirchendach. Im Jahre 1760
wurde der jetzige Turm fertig. Sein Dach ist 1986 erneuert
worden.
Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Backsteinmauerwerk
und die Restaurierung der bleiverglasten Chorfenster
erfolgten 1997 im Rahmen der Städtebauförderung. In
den Jahren 1997 bis 1998 wurde eine umfangreiche
Mauerwerkstrockenlegung im Bereich der Fundamente
durchgeführt.
Stumpfer Turm
wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente als Torturm am Bergtor (Marientor); daneben hatte Lenzen noch das Seetor und das Hamburger Tor (Heidetor).
Der Stumpfe Turm, der auch als Gefängnis genutzt wurde, hatte früher ein hohes Kegeldach, das Anfang des 18. Jh einstürzte, wodurch der Turm seinen jetzigen Namen erhielt. Hier ist auch ein Teil der Stadtmauer erhalten.
Schütz, Hermann
1857 – 1901 Lehrer in Lenzen
Jahrzehntelang gehörte Hermann Schütz zum festen Bestand der alten Lenzener Originale. Jeder kannte ihn und wusste Originelles von ihm zu erzählen.
„Seine geringe pädagogische Bildung glich er durch sein wichtigstes Erziehungsmittel, den Rohrstock, aus. Seine Sprache war recht einfach, er redete ein schauderhaftes Gemisch aus Hoch-, Plattdeutsch und Berliner Dialekt.“
Auf dem Gebiet der Naturwissenschaften zeigte er sich jedoch als wirklicher Gelehrter. Die äußerst spartanische Lebensweise erlaubte dem Junggesellen jährlich interessante Reisen in die verschiedensten Länden zwischen Spitzbergen und Afrika.
Neben dem Studium der Moose und Algen war er Kakteensammler und Ornithologe. Viele Raritäten waren in seinen kostbaren Sammlungen von Schmetterlingen, Käfern, Vögeln, Vogeleiern, Fossilien und Mineralien zu bewundern.
1901 wurde Hermann Schütz der „ Adler der Inhaber des Königlichen Hausordens von Hohenzollern“ verliehen.
Autor: Georg Grüneberg
www.grueneberg-lenzen.de
Schulmuseum Wustrow
Alte Dorfschule, historische Schulausstellung
Schloß Gadow
Jugendschloß mit englischem Garten und Mausoleum, Naturlehrpfad, 1000-jährige Eichen, Waldschule
Stryke, Elias August
Jurist
geboren: ?. ?.16 ? in Lenzen
gestorben: 22.10.1733 in ?
Elias August Stryke, Neffe von Samuel Stryke und Bruder von Heinrich Christian Stryke, wurde in Lenzen geboren.
Stryke promovierte unter seinem Onkel, Samuel Sryke, in Frankfurt an der Oder im Jahre 1687. Anschließend wurde er kurbrandenburgischer Kammeradvocat zu Berlin und ab 1688 außerordentlicher Professor der Rechte zu Kiel und ebendort 1693-1697 ordentlicher Professor.
Sryke ging 1698 als kurbraunschweigischer Rath nach Hannover und ist als solcher im Jahre 1733 gestorben.
Autor:
Ernst Landsberg, L.A.K. Wuttke
www.Prignitzportal.de.vu
Stryke, Heinrich Christian
Jurist und Staatsmann
geboren: ?. ?.1673 in Lenzen
gestorben: 12.03.1732 in Kiel
Heinrich Christian Stryke, Bruder von Elias August Stryke, wurde 1673 in Lenzen geboren. Im Jahre 1699 promovierte er unter seinem Onkel, Samuel Sryke, an der Universität in Halle und ging im selben Jahr noch nach Wien, wo er kaiserlicher Legationssekretär wurde und auch am Reichshofgericht praktizierte. Um 1702 trat er in Beziehungen zu dem Grafen Christian Detlev Rantzau, die bis zur Ermordung des Grafen im Jahre 1726 anhielt und wurde durch dessen Vermittlung 1707 herzoglich schleswig-holsteinischer Justizrath. Als solcher vertrat er die Interessen seines Fürsten in Wien, daneben noch seit 1714 diejenigen des Grafen von Schaumburg als dessen Hofrath. Strykewurde 1711 zum schleswig-holsteinischen Geheimen Kammersekretär befördert und im Jahre 1725 mit einer Mission an den russischen Hof nach Pertersburg gesandt. 1726 wurde Stryke zum "hochfürstlichen Staatsrath" bestellt und Mitte des Jahre 1727 übernahm Stryke die Stellung eine Hofkanzlers zu Kiel, wo er am 12. März 1732 verstarb.
Auth
or: Ernst Landsberg, L.A.K. Wuttke
www.Prignitzportal.de.vu
Stryke, Samuel
Jurist
geboren: 26.11.1640 in Lenzen
gestorben: 23.07.1710 in Halle/Saale
Samuel Stryke wurde am 22. November 1640 zu Schloss Lenzen geboren. Sein Vater war der Amtmann Elias Stryke, seine Mutter Eva war Tochter des Brandenburger Amtmanns Georg Calov. Stryke selbst war zwei mal verheiratet, zuerst seit 1665, mit Anna Sabina Brunnemann, dann als diese 1677 gestorben war, mit Catharina Wordenhoff, welche 1707 starb. Aus seiner ersten Ehe stammt sein Sohn Johann Samuel Stryke, während die zweite Ehe kinderlos blieb. Nachdem Samuel Stryke die Schule zu Seehausen und das Gymnasium zu Cölln an der Spree (Berlin) besucht hatte, stand ihm der akademische Weg offen. Bereits im Alter von 15 Jahren bezog Stryke 1655 die Universität Wittenberg. Hier studierte er zunächst vorbereitend Philosophie dann Theologie. Er ging jedoch bald zur Jurisprudenz über, welche ihm bessere Lebensaussichten zu eröffnen schien. Zu seinen Lehrern auf diesem neuen Felde zählten W. Leyser und Kasper Ziegler. Viel größeren Einfluss als Ziegler und Leyser übte auf ihn jedoch sein späterer Schwiegervater Johann Brunnemann aus, bei dem er seit 1661 in Frankfurt an der Oder hörte. Unter Brunnemann‘s Leitung hielt Stryke auch seine erste Disputation ab. Er unterbrach seinen akademischen Werdegang für Studienreisen nach England und den Niederlanden, kehrte dann nach Frankfurt an der Oder zurück. Samuel Stryke wurde am 11. Mai 1665 Lizentiat und proklamierte bereits am 17. September zum Doktor der Rechte. Noch im gleichen Jahr übernahm er dann am 10. November die außerordentliche Proffesur der Novellen. Strykes akademischer Werdegang zeichnet sich vor allem durch seine starke Zielgerichtetheit aus. So rückte er allmählich zunächst 1668 zu der ordentlichen Proffesur der Institutionen, 1672 der Pandekten, 1680 des Codex vor und trat, nachdem sein Vorgänger Rhetz nach Berlin an den Hof gerufen wurde, an dessen Stelle als erster Professor und Ordinarius der Facultät mit Rathstitel. Als er 1690 als Nachfolger für seinen verstorbenen Lehrer Ziegler zum Präses und Ordinarius der Fakultät nach Wittenberg berufen wurde, erhielt er seine Entlassung aus brandenburgisch-preußischen Diensten nur unter der Vorraussetzung, im Bedürfnisfalle in diese zurückzukehren. Bereits zwei Jahre später wechselte er nach Halle. Kurfürst Friedrich III. verpflichtete den nun berühmtesten deutschen Zivilrechtler der damaligen Zeit, noch vor der offiziellen Einweihung, 1692 nach Halle, wo er das Ordinariat der Fakultät sowie das Direktorat der gesamten Universität übernahm, an deren Aufbau er wesentlich Anteil hatte. Unter Stryke promovierten ebenfalls sein Neffe Elias August Stryk, dessen Bruder Heinrich Christian Stryke und schließlich sein eigener Sohn Johan Samuel Stryke, den er am dritten Tage des Einweihungsfestes als einen der ersten hallischen Doktoren der Rechte proklamierte. Bis zuletzt war er um Vorlesungen und Spruchsachen in Halle gleich eifrig bemüht, wo er dann am 23. Juli 1710 verstorben ist. Aufgrund seiner religiösen Toleranz, seiner Kritik an der Hexenverfolgung sowie seines erzieherischen Engagement zählt Stryke zu den einflussreichsten Frühaufklärern. Durch eine umfangreiche Spruchtätigkeit der Hallenser Juristenfakultät gelang ihm eine fruchtbare Verbindung von Lehre und Praxis, die seine Schriften auszeichnet. Hier ist neben einer großen Sammlung von Disputationen vor allem sein Hauptwerk, der "Usus modernus pandektarum" (1690-1712, letzte Bände durch seinen Sohn Johann Samuel Stryke publiziert), zu nennen. Darin verband er die römischen Grundlagen des Rechts mit den deutschen Rechtsquellen und -gewohnheiten. Sein berühmtester Schüler war Christian Thomasius.
Autor: Ernst Landsberg, Prof. Dr. Gerhard Sprenger [Bielefeld]
www.Prignitzportal.de.vu
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