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Burg Lenzen
steht auf einer ehemals slawischen Befestigung. Der ca. 28 m hohe Burgturm ist der Rest der frühdeutsch Burganlage aus der Zeit um 1200. Im Jahre 1223 wurde der Dänenkönig Waldemar II. mit seinem Sohn hier als Gefangener festgehalten. Von 1421 bis 1482 saßen die Quitzows als Raubritter auf der Burg Lenzen und unternahmen, oft gemeinsam mit den Lenzener Bürgern, Raubzüge nach Mecklenburg und in die Altmark. Von 1484 bis 1767 war die Burg Amtssitz. Auch der bedeutende holländische Admiral Gijsels van Lier war von 1651 bis 1676 hier als Amtmann tätig.
Durch Schenkung ging die Burg 1996 an den BUND, Landesverband Niedersachsen, der sie zu einem Europäischen Zentrum für Auenökologie, Umweltbildung und Besucherinformation ausbaut.
Der auenwaldähnliche Burggarten soll in seiner historischen Art wieder entstehen.
Seit 2003 sind in der Burg Lenzen die Ausstellungen "Stadtgeschichte" sowie "Mensch und Strom" zu besichtigen. Vom Burgturm, der betreten werden kann, haben Sie einen herrlichen Ausblick auf die Flusslandschaft zwischen Elbe und Löcknitz.
www.burgmuseum-lenzen.de

Breest, Ernst Pierre Louis Eugen
geboren: 03.05.1843 in Lenzen
gestorben: 09.05.1918 in Berlin

Breest, Ernst Pierre Louis Eugen, evangelischer Theologe.
Breest wurde als Sohn des Konrektors Ernst Breest und dessen Frau Charlotte Ossent geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Berlin-Joachimsthal studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin Theologie. Am 21. Juni 1868 wurde er ordiniert und als Hilfsprediger nach Sommerfeld entsandt. 1874 wurde er Oberpfarrer in Bad Wilsnack, bevor er 1883 eine Tätigkeit zunächst als Reiseprediger, später als Sekretär im Dienst der Preußischen Hauptbibelgesellschaft aufnahm. 1891 wurde Breest Diakonus an der Berliner Jakobi-Kirche (Kirchenkreis Kölln-Stadt). Sechs Jahre später verlieh die Kirchenleitung ihm den Rang eines Archidiakonus. Am 1. April 1918 wurde er emeritiert.
Seit den 1880er Jahren legte Breest eine Reihe kirchenhistorischer Darstellungen vor. Im Mittelpunkt stand dabei zum einen die vor allem von der Hauptbibelgesellschaft und einzelnen Vorläuferorganisationen betriebene Bibelverbreitung in Preußen, zum anderen die Geschichte der Reformation in der Mark Brandenburg. Anläßlich des hundertjährigen Jubiläums der Hauptbibelgesellschaft verfaßte Breest im Auftrag der Direktion die Festschrift (Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Preussischen Hauptbibelgesellschaft, Berlin 1914). Weitere Festschriften für lokale Bibelgesellschaften folgten. Auch der neueren Geschichte der Bibeldrucke in Deutschland und ihrer Verbreitung widmete Breest sich in eingehenden Untersuchungen. Bekannt wurde Breest mit einer im Jubiläumsjahr 1889 erschienenen, noch im gleichen Jahr erneut aufgelegten populären Schilderung der Reformationsgeschichte der Mark Brandenburg (Die Reformation in der Mark Brandenburg. Ihr Kampf und ihr Sieg. Festschrift zum 350jährigen Gedächtnis des Uebertritts Joachims II. am 1. November 1539, Berlin 1889). Die kleine Schrift genoß zeitweise geradezu offiziellen Charakter, indem sie über kirchliche Stellen, über Schulen und weitere Einrichtungen verbreitet wurde. In der historischen Rekonstruktion orientiert Breest sich, einem personalistischen Geschichtsverständnis folgend, stark an den Einzelbeiträgen der handelnden Personen. Den normativen Bezugspunkt aller weiteren reformatorischen Tätigkeit bildet das als geschlossenes Ganzes verstandene Wirken Luthers. Kritische Urteile ergeben sich aus dieser Bezugnahme. In der Erklärung des Verhaltens von Kurfürst Joachim I., der 1518 als Teilnehmer am Reichstag zu Worms uneingeschränkt auf seiten des Kaisers gestanden hatte und von dem seither, bis zum Reichstag in Augsburg 1530, heftiger Widerstand gegen das Eindringen reformatorischer Ideen nach Brandenburg ausgeübt wurde, wie auch in der Herleitung des Entschlusses zum Übertritt, den der nachfolgende Kurfürst Joachim II. in symbolischer Form am 1. November 1539 vollzog, konzentriert Breest sich weitgehend auf religiöse Motive.
Doch auch die soziale Dimension der Entwicklung im frühen sechzehnten Jahrhundert, die in der Mark Brandenburg durch den Gegensatz der armen Landbevölkerung gegenüber dem seine Privilegien kompromißlos verteidigenden Adel gekennzeichnet war, wird von Breest in die Darstellung einbezogen. Dieser Umstand hebt seine Schrift aus einer Reihe ähnlicher Jubiläumspublikationen heraus. Breest starb am 9. Mai 1918 in Berlin.

Autor: Dr. Dr. Matthias Wolfes [Berlin]
www.Prignitzportal.de.vu

Baden
Zum Baden, Schwimmen oder einfach nur zum Abkühlen bietet die Region Lenzener Elbtalaue zahlreiche Möglichkeiten. Größter Badesee ist der Rudower See. Weiterhin ist das Baden aber auch in der Elbe, im Brack Cumlosen oder in einem der zahlreichen Teiche in der Region möglich.
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